HoHoHo – Der besinnliche Advent

Es gibt eigentlich keine Zeit im Jahr, auf die ich mich so freue wie die Adventszeit. Eigentlich! Die Jahre vor Kunos Geburt waren ziemlich stressfrei, da wir aufgehört hatten uns gegenseitig etwas zu schenken. Es gab nur zwei Sachen, um die ich mich kümmern musste, nämlich Plätzchen und meinen altbewährten weißen, blinkenden Plastikweihnachtsbaum, den ich tatsächlich über alles liebe. Ich weiß bis heute nicht, was mich da geritten hat, als ich ihn gekauft habe, aber es musste sein.

Seit allerdings Kuno im letzten Jahr nun ins Alter gekommen war, wo man alleine durch die Kita schon nicht mehr um das Thema Nikolaus rumkommt, wurde dann auch ein richtiger kleiner Weihnachtsbaum mit unzerbrechlichem Baumschmuck meinerseits besorgt. Und weil ich die Erinnerung an meine Kindheit aufleben lassen wollte, gab es letztes Jahr (völlig übertrieben) auch schon einen Adventskalender, den sich allerdings Vater und Sohn teilen mussten.

Adventskalendergirlande Adventskalender

Dieses Jahr hat alles nochmals eine ganz andere  Dimension bekommen und ich weiß nicht, was mit mir los ist, aber wenn ich nicht arbeiten muss, dreht sich alles um die Weihnachts-, Nikolaus und Adventsvorbereitungen. Dann muss der Adventskalender befüllt werden (wie gut, dass ich den nicht auch noch gebastelt habe), man braucht ne selbstgestrickte Socke für den Nikolaus, der in die Kita kommt (Glücklicherweise übernahm das die Oma)Die Geschenke werden besorgt und verpackt, der Minibaum in Kunos Zimmer braucht auch noch Deko und dieses Jahr möchte ich nicht zum wiederholten Mal die Karten an die Verwandtschaft vergessen.

Ich weiss nicht wie andere Leute das machen, aber ich finde es irgendwie ganz toll und gleichzeitig zehrt es mich aus, was allerdings auch an meinem Arbeitspensum liegt. Ich habe bis auf die Bücher tatsächlich alles Online bestellt. Mir hat ein kurzer Ausflug am Samstag zur Stadtbücherei in die Innenstadt von Köln gereicht, um mich eines Besseren zu belehren. Das geht einfach nicht. Am Donnerstag habe ich nach einem Drehtag in Bochum ca. 30-40 Minuten bis bis zum Kreuz Leverkusen gebraucht, für die restlichen paar Kilometer allerdings 1,5 Stunden bis in die Kölner City. Das ist doch wahnsinnig. Mittlerweile kann man die Weihnachtsmärkte in Köln nicht mehr zählen. Jeder noch so kleine freie Platz wird mit Buden vollgestellt und es gedrängelt und geschubst, damit auch jeder den Blick auf die handgenähten Handyhüllen und die selbstgemachten Kerzen werfen kann. Die Schlangen in den Geschäften gehen fast bis auf die Strasse, da kann und will ich mich beim besten Willen nicht durchkämpfen.

Auf der anderen Seite, tun mir die Mitarbeiter diverser Paketdienste wahnsinnig leid. In den letzen Wochen haben einige noch bis Abends um 21:30 bei uns geklingelt und uns flehend angeschaut, ob wir auch die anderen Pakete für das Haus annehmen könnten. Viele meiner Freunde und Bekannten sind in prekären Beschäftigungsverhältnissen und wissen oft nicht, wie die nächsten Monate aussehen, aber im Vergleich zu den Paketboten, die zum Teil nicht mal am Abend nach einem unendlich langen Tag, wissen, ob sie am kommenden Tag wieder einen bezahlten Arbeitstag haben oder nicht, ist das natürlich Jammern auf hohem Niveau. Sprich: ich bin hin und hergerissen, wie man es am klügsten angeht. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr besser vorbereitet bin.

Wie handhabt Ihr das? Kämpft Ihr Euch durch den Einzelhandel, bastelt und macht selber was oder bestellt Ihr ne große Rutsche Geschenke einfach onlinge?

Weihnachtsgeschenke Weihnachtsbaum und Sterne Weihnachtsbaumschmuck Karten und Fotoalbum



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